Welche Blumentoepfe sind richtg ?

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Rodolfo
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Welche Blumentoepfe sind richtg ?

Beitrag von Rodolfo » Dienstag, 13 April 2004, 2:34

Hallo Bromelienforum, hätte gerne erfahren, welche Blumentoepfe ihr für eure Bromelien nimmt. Ich nehme an, daß sie nicht aus Plasik sind.
Ich nehme als Füllung Komposterde mit grobem Bissteingranult und da es
hier nicht viele Düngersorten zum kaufen gibt , Blaukorn zum düngen.
Bisher habe ich damit keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber vielleicht kann ich noch etwas verbessern ?
Grüße aus den Tropen !!
Rodolfo

Scarlett

blaukorn

Beitrag von Scarlett » Dienstag, 13 April 2004, 16:30

kuckuck Rodolfo :)

ich bin mal so frei und frage nach deinem blaukorn, weil vom substrat habe ich keine ahnung.

in welcher dosierung nimmst du blaukorn für bromelien? stehen die bromelien dann sehr feucht bei bk-düngung? und das bk kommt doch bestimmt ins substrat, also wird untergemischt?

fragen über fragen :D



sonnige grüsse
Scarlett

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Mittwoch, 14 April 2004, 2:14

Hallo Scarlett ich lege das Blaukorn auf die Erde, und mit dem Gießwasser
gelangt es an die Wurzeln. Bei manchen Orchideen benütze ich auch etwas Blaukorn doch dort wird es vorher im Gießwasser aufgeloest.
:) :) :)
Grüße aus El Salvador !!
Rodolfo

Joachim

Düngung

Beitrag von Joachim » Mittwoch, 14 April 2004, 10:30

Hallo Rodolfo,

also ich nehme für meine broms verschiedene Töpfe.
Vorallem klein müssen sie sein da sie ann besser wurzeln.

Je nach Herkunft und und Wurzelendwicklung endscheide ich das.
Meine T.australis steht zum einen nur in Pinienrinde und wird nur von dieser vor dem Umkippen bewahrt.

Vrisea corroay aurauii hab ich in ner Physalisschachtel mit nur ein bischen Rindenhumus und fertig.

Wieso Düngen wer düngt den bei euch in San Salvador im Urwald??????

oder auf den Lichtleitungen?
also ich bin mit Blaukorn sehr vorsichtig!!!!!!!!
da bromelien eigendlich fast keinen Dünger brauchen.es sind ja keine Kulturpflanzen die was produzieren müssen.

Grüße Joachim

Timm Stolten
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Beitrag von Timm Stolten » Mittwoch, 14 April 2004, 17:39

Hi Rodolfo,

Du merkst schon............frage 5 Leute nach Substraten und Du
erhälst 10 verschiedene Antworten :roll: :roll:

Standardsubstrat :
(für Vriesea, Guzmania, Aechmea etc.)
1/2 Pinienrinde, je nach Pflanze mehr grobe oder mehr feine und
1/2 Cocopeat oder Holzfasern. Das sind Torfersatzstoffe.
Früher haben wir statt dessen auch Buchenlaub genommen.
Das hält sehr lange, war aber zu aufwendig zu besorgen.
Dazu 3 kg pro m³ Langzeitdünger Osmocote 12M.

Blaukorn ist mir etwas zu heftig, und hält auch nicht sooo lange,
ich mache eine Grunddüngung ins Substart und dünge ansonsten nur
flüssig nach.

Substrat für xerophytische Bromelien:
(Dyckia, Hechtia, Puya etc.)
1/3 Lavagrus, 1/3 Bimskies grob und 1/3 Sand,
also rein mineralisch, je nach Gefühl noch etwas Cocopeat dazu.

Manche xerophytische Tillandsien wie etwa T. rauhii, lymanii, secunda, krukoffiana
stelle ich manchmal , je nachdem wie gut sie Wurzel bilden oder nicht,
einfach in einen leeren Tontopf und verkeile sie nur mit Tonscherben,
oder Styroporbrocken.

Gefässe:
Ich bevorzuge noch Tontöpfe. Besonders bei grossen Pflanzen stehen
die einfach besser und im Winter zieht das Wasser schneller ab.

Gruss Timm
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andreas
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Beitrag von andreas » Mittwoch, 14 April 2004, 20:43

Hallo Leute,
auch mal kurz meinen Senf dazu....
Also ich mag Blaukorn überhaupt nicht, was vor allem daran liegt, das dort Kalk als Bindemittel benutzt wird. Und dies u. U. bei Epiphyten zu katastrophalen Zuständen führen kann.
Da man nicht alles verdammen kann, oder wie bei Rodolfo, der nichts alternativ zur Verfügung hat, sollte man sehr vorsichtig mit der Dosierung sein.... und zwischendurch den Pflanzstoff gut durchspülen.....
@ Rodolfo
Was hälst Du denn von der Idee gaaaanz schwach dosierte Jauchen zu benutzen, zumindestens in der vegetativen Phase sollte das ganz gut funktionieren.....
Und in Aussenkultur ist das mit den Gerüchen ja nicht gar so schlimm.
Andreas

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Donnerstag, 15 April 2004, 2:37

Hallo und herzlichen Dank für eure Antworten, da muß ich mich erst einmal durcharbeiten. Hatte bisher noch nicht sehr darüber nachgedacht und machte es so wie es alle meine Bekannten mit ihren Bromelien machen. :? :? :?
Gibt ihr beim gießen Wasser in die Blattachseln und läßt es darin stehen ?
Oder soll man dies nur bei bestimmten Gattungen und Jahreszeiten machen ? :) :)
Ich weiß Fragen über Fragen ........
Viele Grüße aus der Hitze !!
Rodolfo

Joachim

Gießen

Beitrag von Joachim » Donnerstag, 15 April 2004, 13:45

Hallo Rodolfo,

Du lebst in einem gesegneten Land wo es Bromelien im Überfluß gibt sprich im Paradies für meine Verhältnisse.

Mit dem Gießen is das so,stell alle deine Broms mal im Garten auf und fahre mit ner Gartenbrause drüber dann siehst du wo Wasser in den Trichtern bleibt und wo nicht.
Das wasser schadet auf keinen fall jedenfalls nicht bei dir in san salvador.Bei uns hier im Winter sieht das da schon ganz anders aus.

Die Grünen Broms wie Aechmea und Guzmania Vriesea würde ich halt an der schattigen Wand deines Hauses kultivieren,damit sie Dir nicht verbrennen.

Nur kurze frage was für Temp habt Ihr dn so gerade bei euch?

Grüße Joachim

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Sonntag, 2 Mai 2004, 15:01

Hallo Timm, du hast oben empfohlen : Guzmania und Aechmea = Pinienrinde ; für Dyckia und Puya mineralisch.
Ich lerne mit eurer Hilfe die Namen aber das geht sehr langsam bis ich mal alle halbwegs namentlich kenne. Ich habe in der Vergangenheit unwissentlich Komposterde genommen und irgendwie haben meine Bromelien alle überlebt. Nun will ich langsam mit dem Umtopfen beginnen, aber was machen wenn ich noch nicht weiß wer zu welcher Gruppe gehoert ? :( :( :(
Saludos Rodolfo

Timm Stolten
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Beitrag von Timm Stolten » Sonntag, 2 Mai 2004, 17:25

Hallo Rodolfo,

Rodolfo hat geschrieben:Nun will ich langsam mit dem Umtopfen beginnen, aber was machen wenn ich noch nicht weiß wer zu welcher Gruppe gehoert ? :( :( :(
Saludos Rodolfo


Also.......nahezu alle Pflanzen, die Du uns bisher per Foto gezeigt hast,
gehören für mich zur Kategorie Standardsubstrat (siehe oben).
Damit dürfte bei Deinem Klima drüben das Meiste gut wachsen.
Die, relativ wenigen, Arten, die ich in mineralisches Substrat topfe, sind
welche aus ausgesprochenen Trockengebieten.
Und so sehen die auch aus..
faserige oder sukkulente Blätter, sehr hart und stachelig.

Rodolfo hat geschrieben:Ich habe in der Vergangenheit unwissentlich Komposterde genommen und irgendwie haben meine Bromelien alle überlebt.

Na das ist doch schon mal was...

Viele Bromelien sind ja von Haus aus Epiphyten, d.h. sie leben nicht am
Boden, sondern wachsen an Bäumen oder Felsen. Ihre Wurzeln haben da
meist nur Haltefunktion, die Ernährung erfolgt über die Blätter.
Die Wurzeln können sich zwar umstellen, wenn eine Pflanze getopft
kultiviert wird, aber sie ist nicht 100% drauf angewiesen.
Darum kann man bei der Auswahl des Subatrates ruhig etwas
erfinderisch sein, mann muss nur die Pflanzen beobachten und seine
Bewässerung darauf einstellen.

Dazu ein kleiner Bestimmungstipp:
Die Familie der Bromelien ist in 3 Unterfamilien aufgeteilt,
die Pitcairnioideae, die Bromelioideae und die Tillandsioideae.
In die Tillandsioideae gehören u.a. die Gattungen, Tillandsia, Vriesea,
Guzmania und Catopsis.
Ein Hauptmerkmal zum Unterscheiden sind die Blätter.
Alle Gattungen der Tillandsioideae haben keine Stacheln an den Blättern !!!
Zwar gibt es in den anderen Unterfamilien auch ganz oder fast stachellose
Arten, umgekehrt gibt es aber NIE stachelige Tillandsioideaen.

Viel Spass beim Umtopfen

Timm
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Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Sonntag, 2 Mai 2004, 22:24

Hallo Timm und recht herzlichen Dank für deinen ausführlichen Beitrag,
da werde ich einiges zu tun haben in den nächsten Wochen .... :? :?
Gruß aus der Wärme !!
Rodolfo

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Sonntag, 30 Mai 2004, 2:43

Hallo Forum, heute war Bromelientag. Endlich hatte ich alles beisammen um meine Bromelien umzutopfen. :) :) :)

Um welche Gattungen es sich handelt kann ich leider noch nicht sagen, die
müssen nun erst mal blühen, dann kann ich auch den Namen suchen ( lassen ) :oops: :oops:

Ich hatte wie schon oben beschrieben die Bromelien in Erde, daß sie alle überlebt haben war sicher Anfägerglück. Interessant war, daß sich bei
2 Bromelien fast keine Wurzeln gebildet hatten und die wenigen sich an der Oberfläche befanden, keine hatte sich wie sonst bei Pfanzen üblich in die Erde gegraben.
:cry: :cry: :cry: :cry:

Ich habe mir echt Mühe gegeben die Bromelien richtig umzutopfen, einige
haben sich tapfer gewehrt die Kratzspuren an meinen Armen zeugen davon, die konnten ja nicht wissen daß ich ihnen nur gutes wollte.....

:lol: :lol: :lol:

Saludos Rodolfo

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