Tilandsie Bulbosa krank?

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Krake
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Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Krake » Freitag, 29 Januar 2016, 14:11

Hallo liebe Leute,


ich bin Marta, liebe Pflanzen und habe zwei Tilandsien. Ich habe sie seit zwei Jahren.
Obwohl ich kein Wissen über Bromelien habe sind beide bisher ganz gut gediehen. Beide hängen an Fenstern.

Bisher habe ich sie einmal die Woche (Winter) mit stillem Minaralwasser gewässert, momentan 6 Minuten in einer großen Schüssel. Damit sie innen nicht faulen, habe ich das Wasser wieder rauslaufen lassen.
Bisher ging es ihr sehr gut.
Ich war 4 Wochen nicht da und die Pflege wurde von jemanden anderen übernommen. ...

Mich beunruhigen die weissen Partikel. Bisher hatte sie nach dem wässern ihre Häarchen aufgestellt, was sich dann wieder gab.

Ich könnte Euren professionellen Rat gebrauchen. Ist sie krank :( und wenn ja, was kann ich tun?
liebe Grüße aus Berlin,
Marta
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Arvensis
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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Arvensis » Freitag, 29 Januar 2016, 19:40

Hallo Marta,

Wilkommen im Forum !

Das erste Foto ist leider etwas unscharf, aber ich denke nicht dass deine Pflanze krank ist.
Es sieht mir einfach nach einer vermehrten Saugschuppenbildung aus. Das ist bei T. caput-medusae normal.
War die Pflanze vorher grünlicher ? Auf dem 2. Bild sieht mir alles ok aus.

Da du die Pflanze recht feucht hieltst kann es sein dass sie jetzt eine etwas trockenere Haltung erfuhr und so verstärkt Saugschuppen bildet um mehr Feuchtigkeit zu erlangen. Im Winter würde ich aber trotzdem eher wenig wässern, diese Pflanze ist recht empfindlich was Wasser angeht und kann ganz schnell vergammeln.

Es gibt einige Gründe für diese starke Saugschuppenbildung:
- intensives Sonnenlicht
- trockene Haltung; die Pflanze bildet Saugschuppen um aus der Luft Wasser zu binden. Das ist aber völlig normal.
- altersbedingt


Es kann aber auch vorkommen dass die Pflanze überschüssige Salze aus den Zellen ausstößt und deshalb Krusten bildet. Zu intensive Düngung, salzhaltige Mineralwasser, kalkhaltiges Leitungswasser sind häufige Ursachen.

Wollläuse könntest du gut sehen, diese bewegen sich recht schnell und lassen sich leicht zu einer schmierigen Masse zerdrücken.



Gruß

Alex

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pela
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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von pela » Freitag, 29 Januar 2016, 20:11

Hallo

Diese Art kann man in einem Feucht Terrarium halten

Auch bei Dötterer ist Sie so als Regenwaldtillandsie aus geschrieben


http://www.doetterer.de/shop/index.php? ... n=&vomshop

Meine sind seit Jahren in einem Regenwalt Terrarium.
Sie verträgt Feucht und ist auch bei Dötterer so gekennzeichnet.


Ich würde auch sagen , mal abwarten wie Sie sich verhält wen Ihr die Pflege wieder übernommen habt und sie Sich Erholt.

Ich denke auch , sie hatte bisschen zu Trocken in Eurer Abwesenheit.

MfG

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Berlinickerin
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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Berlinickerin » Samstag, 30 Januar 2016, 21:06

Pela, das ist für eine Tillandsia bulbosa absolut richtig. Die mag es feuchter.

Wie Alex aber schon geschrieben hat, hat Marta keine T. bulbosa, sondern stattdessen zwei T. caput-medusae und die mögen es nicht so feucht. Ich nehme an, Du hast die in der beheizten Wohnung und eventuell gar über einer Heizung? Ich denke, einmal in der Woche tauchen, sollte da schon hinkommen und hat sich ja offenbar schon über einige Jahre bewährt. Ich würde mir um den fluffigeren Look auch keine Gedanken machen. Ich mag den eh lieber. :wink:

Aber sag mal, hast Du die beiden Pflanzen dicht an dicht in dem Hängerchen? Wenn ja würde ich mir vielleicht doch überlegen, jeder einen einzelnen zu gönnen. Da hätte ich persönlich Sorge, dass die an den Stellen mit Kontakt zu feucht bleiben, zumal bei eventueller Reibung.

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von pela » Samstag, 30 Januar 2016, 21:13

Hallo

Ich hab einfach angenommen , das der Name korrekt ist von User Krake

Da würde Ich jetzt doch wunder nehmen , wie Sie auf den Namen ( Bulbosa ) kommt.

Jetzt wo es genauer anschaue , schaut es bisschen anders aus. ( der teil wegen caput-medusae überlesen )

mal abwarten , was noch vom User kommt.

MfG

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Krake » Sonntag, 31 Januar 2016, 12:59

Hallo an Alle,



habt recht herzlichen Dank für Eure Antworten.
Ich bin froh, das sie nicht krank ist. Immerhin ging es ihr bisher gut. Danke für die korrekte Bestimmung. Der Tilandsie habe ich immer stilles Mineralwasser gegeben, weil das Berliner Wasser sehr kalkhaltig ist. Ich wußte, das insbesondere Tilandsien Kalk nicht vertragen.

@Berlinickerin. Ja, diese Tilandsie hängt in der Küche über einer Heizung. Die Heizung ist nicht konstant auf 2 gestellt. Raumtemp ca. zwischen 18 bis 22 Grad. Ich weiß nicht, ob es überhaupt gut ist. Sollte es nicht gut sein, werde ich sie umhängen. Die Heizung war während meiner Abwesenheit im Winter nur auf 0 gestellt. Sicher war sie damit überfordert und sicher wurde sie auch mit dem Wasser sehr kurz gehalten, denn den anderen Pflanzen war es auch anzusehen. Ich hatte es schon befürchtet.
Was denkt ihr dazu, wenn Pflanzen (meine Tilandsie) nachts immerzu Licht ausgesetzt ist? Vor dem Küchenfenster steht eine Laterne.

Ich habe Euch eine von den beiden Tilandsien vorgestellt. Beide hängen nicht zusammen.
Jede hat auch ein eigenes Fenster für sich. :)

Danke noch einmal. Ich freue mich, das sie nicht krank ist. Ihr schönes glattes Aussehen erhält sie hoffentlich zurück.

liebe Grüße,
Marta

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Arvensis » Sonntag, 31 Januar 2016, 13:27

Hallo Marta,

Eine Strassenlaterne stört uns zwar im Schlaf, aber hat bestimmt kaum Einfluss auf eine Wohnzimmerpflanze.
Da es der Pflanze gut geht würde ich auch nichts ändern in deiner Pflege.

Ich halte meine T. bulbosa, butzii und caput-medusae im Winter bei etwa 10°C sehr trocken - das funktioniert durchaus.

Was mich etwas irritiert ist deine Bemerkung zum "glatten Aussehen ", was meinst du damit ?

Gruß

Alex

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Krake » Sonntag, 31 Januar 2016, 16:31

Hallo Alex,


gut, da übertrage ich wohl das nächtliche Problem auf meine Pflanzen. ;-)
Die Tilandsie hat ohne wässern eine sehr schöne, satte, grüne Farbe gehabt. Nach dem Wässern entstand ein zarter grauer Schleier, der verschwand dann wieder. Aber ihr ging es prächtig.
Ich habe ausserdem entdeckt, das etliche ihrer Spitzen braun sind. Ebenso sind zwei untere Blätter in den Ansätzen braun und liessen sich sicher mit etwas Grobheit abmachen. Auch hat sie an neuen Armen kleine braune Stellen. :-( So sah sie noch nie aus.

Woran erkenne ich, das eine Tilandsie anfängt abzusterben?

Danke für Deine Antwort.
viele Grüße,
Marta

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Berlinickerin » Sonntag, 31 Januar 2016, 18:09

Hallo Marta,

ich habe auch drei T. caput-medusae, die über einer Heizung hängen. Eigentlich ist das zu warm in Kombi mit dem wenigen Licht bei uns im Winter, aber ich will sie am hellst möglichen Fenster haben. Ich habe Grünpflanzen drunter stehen, damit die den warmen Luftstrom etwas ablenken. Klappt bisher ganz gut.

Braune Spitzen, braune Fleckchen und braune Blätter klingen allerdings nicht so gut. Da könnte ein Pilz unterwegs sein und wie ich schon feststellen musste, kann das dann recht zackig gehen. :? Da würde ich doch fast tippen, dass es mit dem Tauchen zu feucht ist. Ich sprühe meine einmal in der Woche tropfnass.

Vielleicht kannst Du nochmal ein Bild einstellen? Dann können die mit mehr Erfahrung hier mal schauen.

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Timm Stolten » Samstag, 6 Februar 2016, 11:44

Moin zusammen,

könntest Du vielleicht nochmal ein etwas genaueres Bild von der Pflanze machen?
Arvensis hat geschrieben:Ich halte meine T. bulbosa, butzii und caput-medusae im Winter bei etwa 10°C sehr trocken - das funktioniert durchaus.


@Alex: Das erstaunt mich, denn alle drei genannten Arten, T. bulbosa, butzii und caput-medusae, können in der Größe noch ähnlich aussehen, sind auch oft im Handel erhältlich, haben aber ganz unterschiedliche Kulturansprüche.

Tillandsia bulbosa ist unbeschuppt und richtig grün. Sie braucht es sehr feucht , warm und schattig und ist gut für Terrarieren geeignet. In der Kultur nicht einfach.
Tillandsia caput-medusae kommt aus tieferen trockenen Lagen und mag es warm aber trocken, und kann im Sommer draußen gehalten werden.
Tillandsia butzii kommt aus höheren, feuchten Lagen und mag es kühl, feucht und schattig. Bei Freilandkultur im Sommer verbrennt sie schnell, weshalb ich sie nicht mehr ausräume.

LG Timm
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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Arvensis » Sonntag, 7 Februar 2016, 10:58

Ja, Timm, damit hast du Recht.

Aber im Winter halte ich die 3 zusammen sehr trocken und kühl, das hat bisher keiner Pflanze geschadet.
Unsere Winter und speziell die heimische Kultur sind ja zumindest in der Wohnungshaltung ganz anders, noch größere Gefahr als die Feuchtigkeit ist meiner Ansicth nach die mangelnde Luftbewegung im Winter.

Übrigens halte ich T. butzii, bulbosa, caput-medusae und eine Hybride (T.achyrostachys x bulbosa) auch im Sommer zusammen auf einem Ast :)

mfG

Alex

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Re: Tilandsie Bulbosa krank?

Beitrag von Berlinickerin » Sonntag, 7 Februar 2016, 15:44

Und das geht? Hätte ich jetzt das Jahr durch auch nicht gedacht. Meine Tillandsia bulbosa hängt im nach oben offenen Mini-Aqua, die T. caput-medusae hängen im Südfenster (meine größte, schönste bastelt gerade an einer Inflo!) und die T. butzii - bin noch auf der Suche.

T.achyrostachys x bulbosa klingt übrigens total spannend. Magst Du die nicht mal zeigen, Alex? Vielleicht nicht in diesem Thread, aber woanders? Ich finde Hybriden ja irgendwie super interessant.

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