Vriesea hieroglyphica

Fragen zur Kultur und Pflege, Vermehrung, Düngung, Technik,
Schädlingen und Pflanzenschutz etc.
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Rainer Hasselmann
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Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Rainer Hasselmann » Sonntag, 22 Januar 2006, 20:22

Hallo allerseits,

hat jemand von euch V. hieroglyphica in Kultur und kann mir ein paar Tips
dazu geben. Im Sommer war sie bei mir im Garten, hat sich gut entwickkelt,
aber seit sie den Winter auf der Fensterbank verbringen muss, zickt sie rum.

Viele Grüsse Rainer

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Timm Stolten
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Timm Stolten » Sonntag, 22 Januar 2006, 20:52

Definieren Sie rumzicken
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Rainer Hasselmann
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Beitrag von Rainer Hasselmann » Sonntag, 22 Januar 2006, 21:01

Hallo,

mit rumzicken meinte ich: äussere Blätter vertrocknet, innere sehen
seltsam aus (Fäulnis ???) Wachstum stockt.

Gruß Rainer

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donmanfredo
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Beitrag von donmanfredo » Dienstag, 31 Januar 2006, 0:45

Hola Rainer,

ich hatte früher die Vr. hieroglyphica auch. Ich hielt sie wie Du, im Sommer draußen, im Winter auf der Fensterbank. Eingetopft im lockeren Substrat. Die Fensterbank hatte keine Heizung, das Fenster zeigte nach Südosten. Das Problem bei Dir dürfte die trockene Zimmerluft sein, in Verbindung mit wenig Licht (das machen nicht viele Bromis auf Dauer, also den ganzen Winter über, mit). Ich hatte diese und auch andere Vrieseen, bei Tagestemperaturen über 5°C tagsüber nach draußen gestellt. Ansonsten stellte ich meine Bromis alle zwei, drei Tage in die Badewanne, duschte sie kräftig ein und goss danach alles Wasser wieder aus den Trichter, um Fäulnis vorzubeugen.
Ich hoffe, mein Rat kommt nicht zu spät,

hasta luego
donmanfredo

Petra Hensel
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Beitrag von Petra Hensel » Dienstag, 31 Januar 2006, 17:07

Hallo Rainer,
Ich hatte auch eine Vriesea hieroglyphica mehrere Jahre, bis ich sie ausgeliehen hatte und fremde Putzfrauen sie in meiner Abwesenheit ruiniert haben. Die Pflanze war jeden Sommer draussen an der Nordseite und voll gewässert. Im Winter(Fensterbank) hatte sie auch Wasser im Tank, aber wenig. Und zweimal die Woche gab es Regenwasser. Mein Rat an dich: den Trichter in der Badewanne ausspülen, komplett leer machen und dann mit einer Taschenlampe reinschauen. Dann hast du erst einmal eine vernünftige Diagnose. Die vertrockneten oder halb vertrockneten Blätter schräg abschneiden, dann ist die Optik nicht so schlimm.
Eigentlich war die Art immer ganz handfest, ich hatte nicht den Eindruck, dass sie "zickig" ist. Vielleicht hilft auch das Mülleimer zeigen :wink:
Viele Erfolg bei der Rettung, Petra

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Rainer Hasselmann
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Beitrag von Rainer Hasselmann » Dienstag, 31 Januar 2006, 18:09

Hallo donmanfredo, hallo Petra,

erst einmal vielen Dank für Eure Antworten. An zu wenig Wasser kann es
eigentlich nicht liegen, ich habe sie 2x täglich vorsichtig übersprüht. Ich
habe eher den Eindruck, dass ich immer wieder den selben Fehler mache
und im Winter zu viel Wasser gebe. Bei den eisigen Temperaturen im Januar
war sehr selten das Fenster offen, und damit gab es auch wenig Luftbewegung.
Ich habe die Beobachtung gemacht, dass die Pflanzen im Allgemeinen
bei ständiger Luftbewegung sehr viel mehr Wasser abkönnen. Im Sommer war sie
im Garten durch den ständigen Regen eigentlich immer klatschnass.
Inzwischen sind die inneren Blätter auch braun (wahrscheinlich verfault), ich hoffe
ich kann sie dennoch retten.

Viele Grüsse Rainer

Wolfgang56
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Wolfgang56 » Samstag, 7 Dezember 2013, 12:23

Hallo,

ich schreibe jetzt mal meinen ersten Beitrag unter meinem neuen Benutzernamen, alte Beiträge von mir sind hier auch nach der Forenumstellung unter meinem ursprünglichen Namen "Wolfgang" nachzulesen.

Der Grund, warum ich mich neuerlich registriert habe, war einerseits, dass ich nicht mehr dachte, hier noch mit meinen alten Beiträgen präsent zu sein (das Passwort wüsste ich natürlich auch nicht mehr :? ); andererseits habe ich mir vor einer Woche eine V. hieroglyphica gekauft, die wie aus dem Ei gepellt mit 3 anderen schönen Blatt-Vrieseen in einem Baumarkt zwischen Orchideen-Hybriden zum Verkauf stand.

Ich habe also die Pflanze gleichsam gerettet und sicherlich auch deshalb, weil ich vor Jahrzehnten in Maissau eine riesige V.h. um 500 Schilling erstand, die mir postwendend sang- und klanglos einging.

Erst nach dem Kauf wurde mir bewusst, dass ich eigentlich keinen Platz mehr für dieses Ungetüm habe und mein einziger Kulturraum ist mein Wintergarten, wo es im Winter auf 10° zurückgeht. Im Moment halte ich sie bei 11-13° Nachttemperatur (je nach Tageserwärmung) ziemlich trocken, aber bei hoher LF, sie hat sich dabei bisher nicht verändert.

Die Frage wäre, ob die das bis zum März aushält, so wie z.B. brasilianische Orchideen. Aber ändern kann ich ohnehin nichts mehr, höchstens könnte ich die Pflanze abgeben.

VG Wolfgang
hieroglyphica.jpg
Vriesea hieroglyphica

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Woodman
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Re: AW: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Woodman » Samstag, 7 Dezember 2013, 15:45

Hallo Wolfgang,
schön das Du wieder zurück bist und so können wir Dich erneut begrüßen :-D!
Wegen dem "verschwundenen" Passwort gibt's immer eine Lösung. Die Admin`s können es so einrichten, dass Du zu Deinem alten Account wieder zu greifen könntest. - Eine Nachricht von Dir mit der Bitte und wir bekämen das wieder hin.

Zu Deiner Frage kann ich Dir nicht helfen, aber ich glaube und hoffe, es wird sich jemand finden, der Das weiß!
http://goerlitz-bild.com - Meine Webseite zu Bildern und Gesundheit
https://www.flickr.com/photos/klaus_specht/collections - all meine Bildkollektionen der Flickr Bildseite

Wolfgang56
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Wolfgang56 » Sonntag, 22 Dezember 2013, 9:23

Danke; mir ist es an sich egal, unter welchem Namen ich jetzt schreibe, also lassen wir es einfach so.

Nun, der Traffic hier ist aktuell genauso aufregend wie in Timm´s altem Forum :?
Wenn ich da auf Rat warten hätte müssen, wäre die Pflanze jetzt ev. schon hin. Tatsächlich ist es aber so, wie ich insgeheim erhofft habe: Die Pflanze hat sich absolut nicht bewegt und sieht nach 3 Wochen genauso aus wie am Anfang. Das bei Temperaturen knapp über 10 Grad.

Wenn sie das 3 Wochen aushält, wird sie es wahrscheinlich noch einige Wochen aushalten. Dann wird es wahrscheinlich wegen der LF gefährlicher und man wird auf trockene Blattspitzen achten müssen (ab April). Ich werde berichten.

VG Wolfgang

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Hermann Prinsler
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Hermann Prinsler » Dienstag, 24 Dezember 2013, 11:45

Nochmal Vriesea hierglyphica.
Ich kultiviere Vr. hiero. schon viele Jahre. Allerdings immer im Warmhaus wo diese Pflanze auch hin gehört. Ich denke man kann sie in warmen Sommern auch raus stellen, aber dann der Wechsel im Herbst nach drinnen könnte problematisch werden. Am besten kultiviert man sie bei 17 -20 Grad Cel. im Winter. Im Sommer kann es natürlich wärmer werden. Im Zimmer auf einer hellen Fensterbank geht das eigentlich auch ganz gut. Zur Zeit habe ich eine Vriesea fosteriana var. Red Chestnut im Wohnzimmer auf der Fensterbank, seit einem halben Jahr und die Pflanze wächst ganz normal. Wenn wir aus der Gärtnerei Pflanzen aus der Gruppe Vriesea hierogyphica,fenestralis,gigantea und fosteriana an Blumengroßmärkte geliefert hatten , und diese dort einige Wochen standen ( schlechte Lichtverhältnisse und zu niedrige Temperaturen ) kamen diese meistens verfault zurück.Ich habe bei meinen Pflanzen immer auf die Bedingungen vom Naturstandort geschaut und versucht den Pflanzen ähnliche Bedingungen zugeben. Noch ein Tip bei obigen Pflanzen: Nie zu große Töpfe nehmen.In kleineren Töpfen wurzeln die Pflanzen besser.Wenn die Pflanze zu groß wird ,und immer umfällt, nehme ich einen größeren Topf und füttere den kleinen Topf in Bromelienerde ein, so steht die Pflanze wieder stabil.
Viele Grüße Hermann Prinsler

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Viele Grüße

Hermann

Wolfgang56
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Wolfgang56 » Montag, 3 Februar 2014, 19:46

Jetzt wird´s Zeit, dass ich hier einmal antworte :wink:

Danke für diese Informationen!

Der aktuelle Stand ist so, dass meine Pflanze den Winter ohne erkennbare Schäden überstanden hat. Im Wintergarten wird es jetzt zunehmend frühlingshafter, heute hatte es etwa 25°C. Den Winter hindurch fiel die Temperatur nie unter 11°.
Momentan sieht es so aus, als ob die Herzblätter bereits etwas gewachsen seien, daher habe ich zu gießen begonnen. Der Winter war also nicht das Problem, ich fürchte jetzt eher den Spätfrühling, wo es ziemlich warm wird und folglich die Luftfeuchtigkeit gering sein wird.

VG Wolfgang

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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Wolfgang56 » Samstag, 19 September 2015, 15:39

Meine hieroglyphica ist brav weitergewachsen und hat im Sommer sehr schön geblüht.

Meine Frage wäre nun: Bekommt die Kindel? Zur Zeit hat sie noch keine. Die Pflanze ist ziemlich umfangreich und für den Fall, dass sie nicht kindelt, wäre es jetzt vor dem Einräumen das Beste, sie wegzuwerfen. Sollten aber noch Kindel kommen können, würde ich ihr einen Platz im Wintergarten freihalten.

VG Wolfgang

Arvensis
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Arvensis » Sonntag, 20 September 2015, 7:40

Hallo Wolfgang,

ich bin leider nicht so der Vriesea-Experte, aber Vriesea hieroglyphica soll wohl nur zu geringer Anzahl von Kindeln neigen, meist nur 1-2. Diese kommen unmittelbar aus der Mitte der Rosette direkt am Blütenstamm-Ansatz. Das ist bei sehr großen Arten oft der Fall.


Ich habe da auch eine Frage, wie hast du sie nun gehalten dass diese jetzt geblüht hatte ?
Im Winter kühl, im Sommer normal warm ?

Gruß

Alex

Wolfgang56
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Wolfgang56 » Sonntag, 20 September 2015, 9:16

Danke für deine Meinung, Alex. Der kann ich mich anschließen, denn auch Vriesea splendens macht es so. Es wäre nur blöd, wenn ich sie in den WiGa stelle, der auf Grund einiger Monsterpflanzen ohnehin aus den Nähten zu platzen droht, und dann kämen doch keine Kindel...

Die Pflege war sehr einfach: Winterhalbjahr im Wintergarten, ziemlich kühl, wasihr aber nichts ausgemacht hat. So ab Ende Mai kam sie dann raus vors Haus auf die Nordseite, wo sie kaum direkte Sonne abbekam, höchstens kurz in der Früh. Dort steht sie zur Zeit noch. Ich hatte nicht erwartet, dass das so gut funktioniert.

Ja noch was: Während der Wachstumsphasen habe ich sie gelegentlich in den Düngertauchkübel (mit Blaukornlösung) gestellt, was das Wachstum offensichtlich gefördert hat.

VG Wolfgang

Arvensis
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Re: Vriesea hieroglyphica

Beitrag von Arvensis » Sonntag, 20 September 2015, 10:53

Mit Blaukorn - das funktioniert ?

Also eigentlich müssten schon während der Blütephase Kindel zu sehen sein,
etwas merkwürdig wenn sich noch nichts gezeigt hat. Das sähe zwar nicht toll aus , aber notfalls könntest du die Blätter einkürzen oder zusammenbinden um Platz zu sparen, die Pflanze geht ja ohnehin ein.

Ich hatte die Pflanze auch schon öfter (unfreiwillig weil dauernd "Geschenke" von Gärtnereien),jedesmal gammelt sie mir am Wurzelansatz weg. Ich lese immer dass die kühl zu halten ist, alle Fachgärtner sagen das Gegenteil - und bei denen stehen ja oft wirkliche Monster.

Gruß

Alex

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