Puya chilensis

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Spielmannsfluch89
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Puya chilensis

Beitrag von Spielmannsfluch89 » Sonntag, 7 Juli 2013, 11:55

Hallo Leute.
Gerade in einem Forum für Fleischfressende Pflanzen diesen Post gelesen.
http://forum.carnivoren.org/index.php?/ ... arnivorie/

Hier der Link im Post. http://metro.co.uk/2013/06/20/puya-chil ... y-3849496/

Was haltet ihr davon? Kann man das wirklich so bestätigen oder ist das einfach ein Nebeneffekt der aufkommt durch immer stärkere beweidung? Ich meine wenn ich mich dumm anstelle kann ich auch in einem Wildrosenstrauch sterben.
Puya chilensis besitzt ja keinen Trichter wie andere Arten. Bei Trichterbildenden Arten hätte ich in den Raum geworfen dass das Blut der "Beute" durchaus etwas zur Düngung der Pflanze beiträgt. Wobei das Blut im Boden, Blut ist ja Eisenhaltig, bestimmt auch seine Wirkung zeigt.
Doch wie gesagt ist das alles nur ein Nebeneffekt und nichts worauf die Pflanze sich spezialisiert hat da an ihren Standorten Eisenmangel etc. herrscht.

Was habt Ihr dazu zu sagen?
"Kaktusse!"
- "Das heißt Kakteen..."
"Nein ich mein DICH!"

Phytoman
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Re: Puya chilensis

Beitrag von Phytoman » Sonntag, 7 Juli 2013, 14:50

Hallo,

wenn's danach geht, dass eine Pflanze mit hakenförmigen Stacheln oder Dornen Tiere "fängt" und dadurch karnivor wird, muss man ja die meisten Puya-Arten, dazu natürlich fast die ganze Gattung Bromelia und viele andere gut bewehrte Bromeliaceen-Arten mit zurückgebogenen Blattrandstacheln dazu zählen. Nicht zu vergessen eine ganze Reihe Kakteen, wie z.B. Mammillaria oder Ferokaktus, selbst manche Passifloren und Aristolochia mit rückwärtsgewandten Haaren auf den Blättern...
Alles Pflanzen, an denen sich ab und zu Tiere verfangen!
Oder Gesneriaceen, wie Sinningia, Rhytidophyllum und Paliavana, auch Cistrosen (Cistus) mit Drüsen auf der Blattoberfläche, an den so einiges kleben bleibt. Ach ja, und die müßige Diskussion um Proboscidea, ob karnivor oder nicht...
Ehrlich, mir ist da der Karnivorie-Begriff viel zu weit gefasst!
Natürlich ist das besonders für Schafe riskant, in die Nähe einer Puya zu kommen, aber zunächst geht es nur um die Verteidigung der Pflanze. In der Natur werden die weniger geschützten Jungpflanzen auch abgefressen, sei es von Guanacos oder Schafen, während Brillenbären sich davon scheinbar weniger stören lassen - ich erinnere mich an einen Fernsehbericht, in dem gezeigt wurde, wie diese Bären sich an den Blütenständen von Puya clava-herculis gütlich tun.
Es nicht auszuschließen, dass die "Killerpflanze" von so einem Kadaver u.U. profitiert, aber karnivor???

Soweit mein Senf dazu :D
Gruß,
Arne

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Timm Stolten
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Re: Puya chilensis

Beitrag von Timm Stolten » Sonntag, 7 Juli 2013, 17:59

Kann ich nur beipflichten. Dann müsste man ja auch alle Kakteen mit in den Topf werfen. Die Pressefuzzies brauchen halt immer was Sensationelles wenn sie über Pflanzen schreiben, eine einfach schöne Blüte reicht da wohl nicht. Dennoch danke für den tollen Artikel !!

Habt ihr übrigens mal diesen uralt Beitrag aus 2004 gelesen? Es klappt also auch bei uns.

LG Timm
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Spielmannsfluch89
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Re: Puya chilensis

Beitrag von Spielmannsfluch89 » Sonntag, 7 Juli 2013, 19:45

Könnt ja sehen wie mittlerweile die Diskussion verläuft ;) ich weiß nix mehr also halt ich mich raus :edance

Bin auch total Eurer Meinung.
"Kaktusse!"
- "Das heißt Kakteen..."
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