Kindelt Tillandsia australis?

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Timm Stolten
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Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Timm Stolten » Donnerstag, 11 Juli 2013, 14:23

Hallo Freunde,
bin gerade glücklicher Besitzer einer blühenden Tillandsia australis. Der eine oder andere von Euch hat so was vielleicht schon mal gehabt. Nun stelle ich mir die Frage ob die noch kindelt oder einfach so den Löffel abgibt, wie es ja leider einige der großen Fels-Tillandsien tun. Hat jemand da Erfahrungen?
Gruß Timm

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Phytoman
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Phytoman » Samstag, 13 Juli 2013, 17:13

Hallo Timm,

ich habe mal vor ein paar Jahren T. australis von Euch per Bromelientausch bekommen. Von denen hat noch keine geblüht, aber die Fitten sind mit dem Kindeln sparsam, während eine im Winter Probleme hatte und jetzt jede Menge Kindel gebildet hat. Ja, sparsam sind sie, aber vielleicht setzt sie ja auch Samen an...

Gruß,
Arne

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Timm Stolten
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Timm Stolten » Samstag, 13 Juli 2013, 18:07

Phytoman hat geschrieben:...aber vielleicht setzt sie ja auch Samen an...

Dafür ist es bereits zu spät :(
Der Blütenstand ist in der Herbarpresse gelandet und die Blüten wurden in Alkohol ertränkt, das sie auf ewig der Wissenschaft dienen. Jetzt kann sich die Gute ganz aufs Kindeln konzentrieren. Ich habe ihr andernfalls schon mit dem Kompost gedroht.

LG Timm
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Jogi123
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Jogi123 » Dienstag, 16 Juli 2013, 12:05

Meine australis kindelt ordentlich, sogar schon während der Blüte.

Joachim

Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Joachim » Mittwoch, 17 Juli 2013, 20:55

Hallo Jogi,

poste doch mal ein Bild
das würde ich gerne mal sehen.....

Wolfgang56
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Wolfgang56 » Samstag, 7 Dezember 2013, 12:38

Hallo,

leider wurde das gewünschte Bild nicht mehr gepostet.

Bei mir hat ja eine australis die Blüte geschafft und aus dem Forum entnehme ich, dass das unglaublicherweise schon 2004 gewesen sein müsste.

Seither kämpfe ich darum, einen neue Pflanze aufzubauen. Die ursprüngliche Pflanze hat nur schwach gekindelt und die meisten sind abgestorben. Jetzt sind aber doch 2 soweit gekommen, dass man sagen kann, sie haben´s geschafft.

Besonders toll sehen die momentan zwar nicht aus, aber ich habe bei einem Versuch im Herbst bemerkt, dass die Pflanze auf eine Düngung mit Blaukornmilch durchaus positiv anspricht. Solche Monster muss man irgendwie ernähren, sonst wird das nichts Richtiges.

Die kleinere rechts werde ich im Frühjahr abgeben. Es ist noch eins der schwächlichen Kindel vorhanden, vll. beginnt das ja irgendwann auch einmal zu wachsen.

VG Wolfgang
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Roseiflora
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Roseiflora » Samstag, 7 Dezember 2013, 14:09

Hallo Wolfgang,
das ist sehr interessant. Welche Konzentration hat dann diese Blaukornmilch und verwendest Du dafür die klassischen Blaukorn-Kügelchen?
Viele Grüße von Roseiflora
Bild

Wolfgang56
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Wolfgang56 » Samstag, 7 Dezember 2013, 14:45

Ich habe ursprünglich das Blaukorn nur für Kübelpflanzen genommen und auch da viel zu wenig. Ständig wird vor dem Blaukorn gewarnt, dabei ist es in Wahrheit ziemlich ungefährlich. Aus lauter Angst vor Wurzelschäden etc. habe ich es bei empfindlicheren Pflanzen wie Orchideen gar nicht genommen. Das Ergebnis war, dass viele dieser Pflanzen gestorben sind, aber nicht wegen Wurzelschäden, sondern wegen Unterernährung.

Irgendwann heuer im Sommer dachte ich dann, ich versuch´s bei Orchideen. Ich nahm eine Handvoll Blaukorn, zerschlug es zu Staub und schwemmte diesen in einer 12l-Gießkanne auf. Die Ergebnisse waren umwerfend. Innerhalb weniger Wochen verfärbten sich alle Blätter jedweder Pflanzen in sattes Grün. Neutriebe kamen überall.

Einmal kriegte auch die australis so einen Dungguss ab und innerhalb weniger Tage bemerkte ich, dass sich die äußeren helleren Blätter in kräftigeres Grün verfärbten. Zu dieser Zeit hatte ich etwa 10 mickrige Neoregelia spectabilis auf der Terrasse stehen, durchwegs mit gelblichen Blättern. Bis in den Herbst waren die tiefgrün und bildeten z.T starke Neutriebe. Mittlerweilen habe ich die bis auf eine verschenkt.

Im Nachhinein habe ich mir dann ein Leitwertmessgerät gekauft. Mein Leitungswasser hat einen geringen Ausgangswert von knapp über 100 µs, mit dem Dünger zusammen waren es dann etwas über 400 µs. Das ist relativ harmlos und außerdem viel billiger als irgendwelche teuren Spezialdünger.

Mittlerweilen sprühe ich auch graue Tillandsien gelegentlich damit an und hoffe, dass ich das Wachstum etwas beschleunigen kann. Irgendwelche Schäden bemerke ich vorerst nicht.

In den Garten allerdings kommt das Blaukorn natürlich nicht, der bleibt absolut chemiefrei.

VG Wolfgang

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Roseiflora
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Re: Kindelt Tillandsia australis?

Beitrag von Roseiflora » Mittwoch, 11 Dezember 2013, 23:03

Hallo Wolfgang,
danke für Deine Antwort. Bei meinen Kübelpflanzen habe ich auch diese Erfahrungen gemacht und werde es auch bei den Tillandsien/Orchideen in der nächsten Saison ausprobieren. Ein Leitwertmeßgerät habe ich auch, dann sollte nix schiefgehen.
Viele Grüße von Roseiflora
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