Tillandsia cryptopoda

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JoachimInB
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Tillandsia cryptopoda

Beitrag von JoachimInB » Samstag, 12 März 2005, 15:57

Hallo Leute,

ich möchte mal in die Runde fragen: Wer hat Tillandsia cryptopoda entweder selbst, kennt Leute die sie haben oder weiß von Leuten, die damit Pech gehabt haben? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es "mit rechten Dingen zugehen" kann, dass eine so hübsche Pflanze trotz ihres anscheinend relativ großen Herkunftgebietes (Guatemala bis Nicaragua, Höhen um 2000m) in Kultur offenbar nicht weiter verbreitet ist:
Bild
Ich will übrigens keine Pflanze schnorren, nur mal wissen, wer sie evtl. erfolgreich unter welchen Bedingungen pflegt, bzw. ob sie wirklich so schwierig zu halten ist, wie ich befürchte.

Wer weiß was?

Grüße,
Joachim

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Samstag, 12 März 2005, 17:40

Hallo Joachim also ich bin mir da nicht sicher aber es könnte sein.
Ich habe da immer noch einige ohne Namen du mußt dich aber leider noch etwas gedulden muß erst das Foto suchen. :wink: :wink:
Gruß Rodolfo

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Samstag, 12 März 2005, 18:40

Hallo Joachim tut mir leid, ist leider was anderes :wink: :wink:


Bild


Gruß Rodolfo

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JoachimInB
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Beitrag von JoachimInB » Samstag, 12 März 2005, 23:14

Rodolfo hat geschrieben:Hallo Joachim tut mir leid, ist leider was anderes :wink: :wink:


Hallo Rodolfo,

ist aber auch hübsch! Was ist denn das? Doch wohl nichts bei dir einheimisches, oder?

Die Tillandsia cryptopoda kommt übrigens auch in E.S. vor. Und zwar in Montecristi an der Grenze zu Honduras. So weit ich weiß ist das ein Nationalpark.

Grüße,
Joachim

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Sonntag, 13 März 2005, 0:23

Hallo Joachim bei mir sind alle Tills außer einer einheimische. Leider einige
immer noch ohne Namen wenn man sie am Straßenrand angeboten bekommt hängen halt leider keine Etiketten dran :cry: :cry:

Aber wie ich aus dem Forum sehe ist es auch beim Kauf im Baumarkt oft
Glücksache mit den Namen.

Ich habe mir einiges vorgenommen für dieses Jahr und mir auch entsprechend viele Etiketten besorgt. Wenn sie wieder blühen und mir
von euch jemand bei der Namenssuche behilflich ist kann ich im nächsten Jahr vielleicht besser Auskunft geben.

Grüße nach Berlin !

Rodolfo

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JoachimInB
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Beitrag von JoachimInB » Donnerstag, 17 März 2005, 14:01

Rodolfo hat geschrieben:Hallo Joachim bei mir sind alle Tills außer einer einheimische. Leider einige
immer noch ohne Namen wenn man sie am Straßenrand angeboten bekommt hängen halt leider keine Etiketten dran :cry: :cry:


Hallo Rodolfo,

bist du dir wirklich sicher, dass die Pflanze auf dem Foto einer bei dir einheimischen Art angehört? Das würde mich wirklich verblüffen, und ich hätte keinen Schimmer, was das sein könnte. Schwertförmige und dabei nicht verzweigte Blütenstände wie die Pflanze auf denem Foto machen in E.S. soweit ich weiß nur T. lampropoda und T. cryptopoda, aber die sehen anders aus. Ich habe aber bisher nur T. lampropoda selbst gesehen und die ist es sicher nicht.

Für mich sieht das eher nach einer ostbrasilianischen Vriesea aus, was meinen denn die anderen dazu?

Grüße,
Joachim

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Timm Stolten
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Beitrag von Timm Stolten » Freitag, 18 März 2005, 0:07

Könnte das vielleicht so was wie ne T. multicaulis sein ?
Das würde auch von der Verbreitung her passen
(Zentral-Mexiko über Costa Rica bis Panama)

@Rodolfo: Kommen die Infloreszensen aus der Mitte oder aus den Seitenachseln ?

Gruss Timm
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Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Freitag, 18 März 2005, 2:58

Joachim : es kann sein, daß ab und zu in der Grenzregion von Guatemala auch Tills aus Guatemala verkauft werden aber ich nehme mal an daß sie
von hier stammt. :wink:

Timm : ich habe ein verrücktes Bromelienjahr hinter mir und komme erst
jetzt langsam dazu etwas Ordnung bei den Tills zu schaffen. Ich habe von fast allen Tills Aufnahmen gemacht aber schnell gemerkt, daß es sehr
schwer sein wird für einen Anfänger die richtigen Namen zu finden.

Ich kann deine Frage nicht mit Sicherheit beantworten, glaube aber daß sie einen zentralen Blütenstand hatte. :oops: :oops:

Gruß aus El Salvador

Rodolfo

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JoachimInB
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Beitrag von JoachimInB » Freitag, 18 März 2005, 9:37

Timm Stolten hat geschrieben:Könnte das vielleicht so was wie ne T. multicaulis sein ?
Das würde auch von der Verbreitung her passen
(Zentral-Mexiko über Costa Rica bis Panama)


Moin Timm,

ja klar, die hat ja auch so ähnliche Blütenstände. Könnte eventuell passen. Die T. multicaulis hat aber (so wie ich sie aus CR kenne) nicht ganz so tiefrote Blütenstände und das Aussehen der Pflanze passt m.E. auch nicht ganz. T. multicaulis ist zwar grün, aber mit deutlichen Schuppen, die ihr auch ein etwas graues Aussehen verleihen (besonders den Kindeln), was ich bei Rodolfos Pflanze aber selbst mit viel gutem Willen nicht erkennen kann. Andererseits hat die Art ja ein ziemlich großes Verbreitungsgebiet und variiert daher sicher ziemlich, so dass je nach Klima die Schuppen auch schwächer ausgebildet sein könnten. T. multicaulis erscheint mir daher am plausibelsten.

Kann die eigentlich jemand dauerhaft halten?

Grüße,
Joachim

Joachim

Beitrag von Joachim » Freitag, 18 März 2005, 14:20

Hallo,

mal ne Fragge:
@ Rodolfo: blüht die Pflanze noch?
Welche Farbe hatten die Blüten?
Kannst du mal eine Blüte aufschneiden und nach dem Schüppchen gucken? also der Ligulae dann wäre es eine Vriesea


@Joachim: Ja hier aus der Südgruppe gibts jemabnden der regelmässig seine T.multicaulis präsentiert schon seit jahren ,sie Blüht immer regelmässig bei ihm und ist sehr schön
In der neuen Bromelie erfährst du dann wer der jenige ist.

Grüßle Joachim

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Beitrag von Timm Stolten » Freitag, 18 März 2005, 20:00

JoachimInB hat geschrieben:Kann die eigentlich jemand dauerhaft halten?


Nun ja, wie die Amies es so schön ausdrücken können:
With ups and downs

Ich habe ein paar, aber bis heute raff' ich nicht, was die gerne mögen.
Egal ob warm oder kühl, aufgebunden oder getopft...........
Mal wachsen, blühen und kindeln sie wie wild, mal verrecken sie dutzendweise.
Ich experimentiere noch.

Gruss Timm
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Beitrag von Rodolfo » Samstag, 19 März 2005, 2:38

Hallo miteinader :

Timm : ich habe mich geirrt sie hat seitliche Blütenstände

Joachim : das Bild ist vom letzten Jahr, aber die alten Blütenstände sind
noch da. Die Blätter hellgrün und wesentlich weicher als ich das sonst von den Tills gewohnt bin.

Mir scheint, daß die Pflanze die Wärme liebt aber sehr lichtempfindlich
ist.

Gruß Rodolfo

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Beitrag von Timm Stolten » Samstag, 19 März 2005, 11:22

Rodolfo hat geschrieben:Timm : ich habe mich geirrt sie hat seitliche Blütenstände


Dann ist es definitiv eine
Tillandsia multicaulis Steudel, 1841.
Seitliche Infloreszensen sind bei Tillandsien sehr selten, nahezu alle blühen
aus der Mittelknospe.

Rodolfo hat geschrieben:Mir scheint, daß die Pflanze die Wärme liebt aber sehr lichtempfindlich
ist.


Ja, das Gefühl habe ich auch. Bei uns gehört sie für mich zu denen, die
ich im Sommer nicht ausräume, sondern ganzjährig drinnen kultiviere.

Saludos, Timm
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Beitrag von JoachimInB » Samstag, 19 März 2005, 11:46

Timm Stolten hat geschrieben:
Rodolfo hat geschrieben:Timm : ich habe mich geirrt sie hat seitliche Blütenstände


Dann ist es definitiv eine
Tillandsia multicaulis Steudel, 1841.
Seitliche Infloreszensen sind bei Tillandsien sehr selten, nahezu alle blühen
aus der Mittelknospe.

Rodolfo hat geschrieben:Mir scheint, daß die Pflanze die Wärme liebt aber sehr lichtempfindlich
ist.


Ja, das Gefühl habe ich auch. Bei uns gehört sie für mich zu denen, die
ich im Sommer nicht ausräume, sondern ganzjährig drinnen kultiviere.


Das ist "eigentlich" im Widerspruch mit den Bedingungen in der Heimat. In CR kommt sie generell über 1400 m und noch bis deutlich über 2000 m Höhe vor. In den nördlicheren Nachbarländern sicher ähnlich. Stets in Regionen, die ich als Nebelwald oder zumindest Übergang dazu bezeichnen würde und bei deren Besuchen man sich unbedingt eine Jacke sowie Regenzeug einpacken möchte. T. multicaulis wächst oft zusammen mit Racinea, Werauhia & Co, sowie mit kühles Klima bevorzugenden Orchideen wie Masdevallia rolfeana. Wo man T. multicaulis antrifft, sind i.d.R. Vr. incurva und T. punctulata auch nicht weit. In der Gegend um Cartago kann man sie allerdings auch mit den ansonsten eher wärmer wachsenden T. variabilis und G. monostachia antreffen, in einer Höhe von ca. 1400 m.

Alles in allem Kriterien, nach denen ich sie zur Kategorie der "kühl/feucht/luftig" zu haltenden und damit "eher schwierigen" Bromelien zählen würde.

So viel zur Therorie. ;-)

Grüße,
Joachim

Rodolfo
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Beitrag von Rodolfo » Samstag, 19 März 2005, 14:46

Zunächst mal herzlichen Dank an alle die bei der Namenssuche mitgeholfen haben. Ich kann nur wiederholen, seitdem ich die Pflanze
mehr im Schatten stehen habe macht sie einen besseren Eindruck auf mich. Wasser bekommt sie genug von mir ich nehme mal an, daß
Tills mit dieser Art von Blättern mehr Feuchtigkeit brauchen.

Gruß Rodolfo

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