Bromelien in Ecuador

Sie haben eine namenlose Bromelie? Vielleicht können wir Ihnen hier helfen. Anfragen am besten mit Bildern posten.
frank.hoehnel
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Re: Bromelien in Ecuador

Beitrag von frank.hoehnel » Dienstag, 12 Dezember 2017, 22:18

Ich hatte gelesen, dass genau eine Bromelienart (vor der Zeit des Menschen) den Weg nach Galapagos gefunden hat. Es ist Tillandsia insularis. Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, bei der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeit als Tourist diese Bromelie zu finden.
Aber dann, direkt am Kraterrand, sitzt sie vor uns auf niedrigem Gesträuch:
DSCF8375.jpg
Was für eine Freude!
DSCF8369.jpg
Es sind nicht viele Exemplare zu sehen. Sie tragen gerade grosse Rispen mit Samenkapseln:
DSCF8379-r90.jpg
Bei diesem Exemplar schaut nur die Blütenrispe aus dem Farngebüsch hervor:
DSCF8382-r90.jpg
Ebenfalls am Kraterrand im Nebelklima blüht diese Hibiscus-Wildart:
DSCF8402.jpg

frank.hoehnel
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Re: Bromelien in Ecuador

Beitrag von frank.hoehnel » Dienstag, 12 Dezember 2017, 22:23

Neben den vielen Moosen, Flechten und Farnen ...
DSCF8368.jpg
... besiedeln auch einige wenige Tillandsien die niedrigen Bäume des umgebenden Nebelwaldes:
DSCF8419.jpg
DSCF8418.jpg
Natürlich begegnen wir auch den behäbigen Giganten von Galapagos, den Riesenschildkröten:
DSCF8454.jpg
Auch wenn nicht gerade die Blütezeit der Opuntien ist, eine Blüte findet sich dann doch noch:
DSCF8486.jpg

frank.hoehnel
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Re: Bromelien in Ecuador

Beitrag von frank.hoehnel » Dienstag, 12 Dezember 2017, 22:38

Mit diesem Bild vom Meeresstrand auf Santa Cruz endet mein botanischer Reisebericht über Ecuador.
DSCF8470.jpg
Für Bromelien-Freunde ist das Land ein Paradies. Unsere Art zu Reisen (Gruppenreise) war natürlich nicht optimal geeignet, um den Pflanzenreichtum umfassend kennenzulernen. Ich denke im Nachhinein auch, wenn man die Großstädte meidet, könnte man sich wahrscheinlich auch eine Mietwagenrundfahrt auf eigene Faust zutrauen. Jedenfalls schien mir der Verkehr wesentlich weniger stressig als z.B. in Peru zu sein. Auch wurden in den letzten Jahren viele neue ordentliche Strassen gebaut.
Zum Programm unserer Gruppenreise gehörten auch einige Wanderungen, so dass wir doch auch einigen intensiveren Kontakt mit der Natur hatten. Wenn man dann die wenigen freien Tage (manchmal auch halbe Tage) noch geschickt ausnutzt, kann man schon einige botanische Kostbarkeiten im natürlichen Lebensraum besuchen. Man darf nur nicht mehr zu lange warten, denn Ecuador hat noch eine richtige Alterspyramide, d.h. es gibt viel mehr junge Leute als alte, und die benötigen natürlich in Zukunft auch mehr Lebensraum und Ressourcen, was dann zu Lasten der verbliebenen Wildnis gehen wird.

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Denis Gödecke
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Re: Bromelien in Ecuador

Beitrag von Denis Gödecke » Dienstag, 12 Dezember 2017, 23:51

Lieber Frank,
vielen Dank für diesen besonderen Adventskalender! Jeden Tag ein besonderer Bericht hinter dem Türchen ...
Am Sonntag durfte ich einem aktuellen Reisebericht über Mexiko lauschen, der etwa mit ähnlichen Worten schloss wie dein letzter Beitrag. Das wird also nicht zu verhindern sein. Desto wichtiger sollte wir uns u.a. an der Sicherung der genetischen Vielfalt beteiligen, weil es dort noch kein prioritäres Thema ist.
Gruss Gödi

CK
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Re: Bromelien in Ecuador

Beitrag von CK » Mittwoch, 13 Dezember 2017, 13:11

Hallo,

tausend Dank für den tollen Reisebericht! Vor allem die Puyas haben es mir echt angetan, denn über die hört man nicht so häufig was, obwohl das so eine tolle Gattung ist (wo sonst findet man solche Blütenfarben?). Aber auch alles andere (Pflanzen und Landschaften) ist wirklich sehr sehenswert. All das macht richtig Lust, auch mal nach Ekuador zu fliegen. "Ping". Schon wieder ist unsere (eh schon sehr lange) "da-wollen-wir-mal-hin-Liste" um ein Land reicher geworden.

Viele Grüße!
Chris

frank.hoehnel
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Re: Bromelien in Ecuador

Beitrag von frank.hoehnel » Mittwoch, 13 Dezember 2017, 22:25

CK hat geschrieben:
Mittwoch, 13 Dezember 2017, 13:11
All das macht richtig Lust, auch mal nach Ekuador zu fliegen.
Dann hat mein Bericht sein Ziel ja erreicht :edance

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